Frankonia EUROBAU möchte mit dieser Stellungnahme über die entstehende Architektur und die Sicherheitsmaßnahmen informieren.

Aktuelle Stellungnahme zum Bauvorhaben am Schinkelplatz

Architektur und Sicherheitsmaßnahmen sollen Bedeutung des Standortes entsprechen - Zeitgemäße Architektur wird umgesetzt - Besonderes Sicherheitskonzept für die Baumaßnahmen

Frankonia EUROBAU ist stolz darauf, am Schinkelplatz bauen zu dürfen. „Wir haben uns zehn Jahre engagiert, um hier bauen zu können. Es ist ein Privileg und Verpflichtung zugleich. Hier soll die preußisch geprägte Baukultur des Standortes zeitgemäß und authentisch interpretiert werden“, erläutert Uwe Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Frankonia EUROBAU. Darüber hinaus ist sich die Frankonia auch der großen Verantwortung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Friedrichswerderschen Kirche bewusst. Deshalb wurde ein spezielles Baugrubenkonzept entwickelt, dass in Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden und in Abstimmung mit der Kirche erarbeitet wurde.

Authentische und zeitgemäße Architektur geplant / Keine historisierende Bebauung „Bei der Bedeutung eines zentralen Ortes in Berlin wie den Schinkelplatz, ist die Aufgabe für die Bauherren und Architekten eine echte Herausforderung“, erklärt Wilfried Wang, stellvertretender Direktor der Sektion Baukunst in der Akademie der Künste Berlin und Vorsitzender der Jury. In einem Architektenwettbewerb konnten sich Schultes Frank Architekten aus Berlin, das spanische Architekturbüro von Rafael Moneo und das Berliner Architekturbüro Hemprich Tophof durchsetzen. „Allen Neubauten, die hier entstehen, ist ihre Entstehungszeit zu erkennen. Sie benötigen keinerlei modische Posen oder dekorative Elemente. Die neuen Häuser strahlen eine Offenheit aus, die den zukünftigen Nutzern und Bewohnern, dem Standort, der Stadt und dem Land gut zu Gesicht stehen“, so Wang. „Historisierende Bauten, die so tun, als stünden sie schon seit 1800 hier, sind an diesem Ort unpassend“, so Wang.

„Die schwindelerregende Verantwortung erklärt die Faszination, die ein Architekt spürt, wenn er beauftragt wird, ein Gebäude zwischen zwei Werken Schinkels zu entwerfen. An der Rekonstruktion einer Stadt wie Berlin mit einem Werk an solch herausragendem Ort teilzuhaben, ist der größte Lohn, den ein Architekt erhalten kann“, sagt Rafael Moneo. Moneo war Vorsitzender der Architekturabteilung an der Graduate Schoolof Design an der Harvard University, wo er nach wie vor unterrichtet. Er erhielt 1996 den Pritzker-Preis, eine weltweit renommierten Auszeichnung für Architekten. Das spanische Architekturbüro schlug ein zurückhaltendes und eigenständiges Bindeglied zwischen der Bauakademie und Friedrichswerderschen Kirche vor, das sich durch einen differenzierten Sockel und aufstrebende Obergeschosse auszeichnet „Wenn Schinkels Architektur zu einem bedeutenden Teil der neuen Wohnungen und Büros wird, verbindet sich Vergangenheit mit Zukunft, gemeinsam ist ihnen eine große Feinheit und Offenheit. In dieser direkten räumlichen und geistigen Kontinuität neu zu planen, das ist eine der größten Herausforderungen, denen wir uns bisher stellen konnten“, erklärt Julia Tophof, Architekturbüro Hemprich Tophof.

Erschütterungsärmstes Verfahren des Spezialtiefbaus gewählt Die Frankonia EUROBAU geht sehr vorsichtig bei den Baumaßnahmen vor. So waren die Maßnahmen zur Bauvorbereitung sehr zeitintensiv und haben mehr als ein Jahr gedauert. „Wir haben zunächst sehr aufwändig den Baugrund hinsichtlich der Festigkeit und der Verformungseigenschaften untersucht, um ein entsprechendes Baugrubenkonzept entwickeln zu können“, erklärt Dr. Jörg Malkus, Tiefbau-Ingenieur bei der DMT GmbH & Co. KG. DMT ist ein Unternehmen der TÜV NORD. „Die Betonwände, die die Baugrube einfassen, reichen bis in eine Tiefe von rund 20 Meter und haben eine Dicke von 80 Zentimetern“, so Malkus. Normalerweise werden Wände mit einer Dicke von 60 Zentimetern und einer deutlich geringeren Tiefe angefertigt.

Auch bei der Herstellung der Baugrube werden besondere Verfahren angewendet. „Wir haben das erschütterungsärmste Verfahren des Spezialtiefbaus gewählt, um die Baugrube herzustellen“, so Malkus. Darüber hinaus wurde ein Mess- und Frühwarnsystem entwickelt. An und innerhalb der Kirche sind Sensoren angebracht. Die Kirche wird fortlaufend während der Bauausführung beobachtet. Sollten bestimmte Alarmwerte überschritten werden, so werden die Baumaßnahmen sofort gestoppt. „Schäden sollen auf diese Weise präventiv verhindert werden“, so Malkus.

November 2015